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Nur relativ in Sicherheit

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08.04.2021

Ältere jüdische Besucher sind vermutlich überrascht: Mitten in der Ausstellung Grenzfälle – Basel 1933–1945 sieht man ein großes Porträt des früheren Koscher-Metzgers Hermann Hess bei der Arbeit. Die Metzgerei Hess nahe der Großen Synagoge war viele Jahre lang eine Art Fixpunkt des jüdischen Lebens in der Stadt.

Es sei den Ausstellungsmachern ausdrücklich auch darum gegangen, bei diesem Thema die Befindlichkeit der jüdischen Gemeinde in jener kritischen Zeit zu dokumentieren, heißt es. Deshalb wandten sie sich an jüdische Zeitzeugen, um Gegenstände und Dokumente zu bekommen.

brief So findet sich in der Ausstellung beispielsweise neben dem Hess-Porträt auch ein Brief jüdischer Flüchtlinge an den Verwalter des »Sommer-Casinos«. Dort waren in jenen Jahren die jüdischen Flüchtlinge untergebracht, meist unter rigiden, manchmal unwürdigen Bedingungen.

Aus Anlass des Chanukkafestes 1939 bedankten sie sich beim Verwalter dafür, »dass........

© Juedische Allgemeine


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