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08.04.2021

Deklarationen können die Welt verändern – zumindest erhoffen sich das ihre Initiatoren. Denn vielen fallen bei diesem Begriff sofort historische Meilensteine wie die amerikanische Unabhängigkeitserklärung oder die berühmte Balfour-Deklaration von 1917 ein. Nun aber gibt es eine neue Deklaration, die derzeit für reichlich Diskussionsstoff sorgt, und sie trägt den Namen »Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus« oder einfach auch nur »Jerusalem Declaration«.

Man reagiere damit auf die Antisemitismusdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance, kurz IHRA, heißt es seitens ihrer Unterstützer. Darunter befinden sich einige wenige Historiker wie Moshe Zimmermann, Moshe Zuckermann oder Michael Wildt, aber auch der Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik sowie zahlreiche Personen aus Fachgebieten, die sich eigentlich weniger mit dem Thema Antisemitismus beschäftigen, darunter die Soziologin Eva Illouz und die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer. Jüdische Organisationen zählen nicht zu den Unterzeichnern.

kritik Ihre Kritik: Die IHRA-Definition sei »in wichtigen Punkten unklar und für unterschiedlichste Interpretationen offen« und habe »Irritationen ausgelöst und zu Kontroversen geführt, die den Kampf gegen Antisemitismus geschwächt haben«. Daher bedürfe es einiger Korrekturen.

Vor allem stößt den Verfassern der »Jerusalemer Erklärung« an der........

© Juedische Allgemeine


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