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Große Ernte im Citrus Belt

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20.09.2021

Uralter Tradition folgend, ist es Pflicht, am ersten Tag von Sukkot, dem Laubhüttenfest, »eine Frucht vom göttlichen Baum« zu nehmen. Damit ist der Etrog gemeint, eine Zitrusfrucht. Sie ist nur eine der vier Arten, die an Sukkot eine so große Rolle spielen, weil sie die Israeliten in ihrer Vielfalt und Einheit symbolisieren. Es folgen der Lulav (Palmzweig), die drei Hadassim (Myrtenzweige) und die zwei Arawot (Weidenzweige). Die vier Arten, der Bund Israels, sind die Essenz von Sukkot.

Die alte Zitrusfrucht wächst aber nicht nur im Heiligen Land, auch in den Vereinigten Staaten gibt es Etrog-Plantagen. Jeden Sommer machen sich Yaakov Roth­berg und seine Geschäftspartner aus Lakewood, New Jersey – einer Hochburg der Orthodoxie in den USA, in der eine der größten Jeschiwot weltweit beheimatet ist – auf ins Städtchen Exeter, das im sogenannten Citrus Belt des Bundesstaates Kaliforniens liegt. Drei Wochen verbringen sie Jahr für Jahr in Tulare County, um penibel Etrogim für Sukkot auszusuchen.

WODKA »Etrog« ist das hebräische Wort für diese uralte Sorte, die wenig Saft und dafür viel weiße Haut enthält. Diese Sorte wird in der Gastronomie für ihre aromatische Schale und die weiße Haut geschätzt, die häufig fürs Backen oder zum Herstellen von Marmelade und aromatisiertem Wodka verwandt werden.

Einige makellose Etrogim verkauft er für 60 bis 80 Dollar das Stück.

Ihre Hauptrolle spielt die höckerige und recht schmale Frucht, die etwas archaisch wirkt im Vergleich zu ihren schicken ebenmäßigen Verwandten, an Sukkot. Deswegen interessieren sich Rothberg und sein Tross auch nicht für........

© Juedische Allgemeine


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