Die FDP und die Kunst des Comebacks

Zehn Jahre nach seinem Tod würde Guido Westerwelle wohl noch an die FDP glauben. „Es gibt zwei Institutionen, die Erfahrung mit der Auferstehung haben. Das sind die christliche Kirche und die FDP“, ist einer der bekanntesten Sätze des früheren FDP-Chefs und Außenministers.

Es stimmt, die freien Demokraten liegen nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und jetzt in Rheinland-Pfalz am Boden. Sie sind aus beiden Landtagen geflogen. Doch das Schicksal der FDP nur an Zahlen festzumachen, greift zu kurz. Auch wenn Bundeskanzler Friedrich Merz die Liberalen schon mehrfach aufs Sterbebett gelegt hat, um seine CDU etwas besser dastehen zu lassen. Den Liberalismus als politische Idee kann auch der CDU-Chef nicht kaputtreden.

Im Gegenteil. Er ist zu grundlegend für eine offene Gesellschaft, um einfach zu sagen: Das kann weg. Die entscheidenden Fragen sind vielmehr: Wer verkörpert ihn glaubhaft? Könnten das auch andere Parteien für sich reklamieren? Theoretisch ja. Praktisch fällt es derzeit schwer, einer politischen Kraft in Deutschland diese Rolle überzeugend zuzuschreiben. Und auch hier hilft wieder ein Prinzip Westerwelles. „Wenn andere sich von uns wegbewegen, laufen wir nicht hinterher, und wenn andere sich auf uns zubewegen, laufen wir nicht weg.“

Zehn Jahre nach seinem Tod würde Guido Westerwelle wohl noch an die FDP glauben. „Es gibt zwei Institutionen, die Erfahrung mit der Auferstehung haben. Das sind die christliche Kirche und die FDP“, ist einer der bekanntesten Sätze des früheren FDP-Chefs und Außenministers.

Es stimmt, die freien Demokraten liegen nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und jetzt in Rheinland-Pfalz am Boden. Sie sind aus beiden Landtagen geflogen. Doch das Schicksal der FDP nur an Zahlen festzumachen, greift zu kurz. Auch wenn Bundeskanzler Friedrich Merz die Liberalen schon mehrfach aufs Sterbebett gelegt hat, um seine CDU etwas besser dastehen zu lassen. Den Liberalismus als politische Idee kann auch der CDU-Chef nicht kaputtreden.

Im Gegenteil. Er ist zu grundlegend für eine offene Gesellschaft, um einfach zu sagen: Das kann weg. Die entscheidenden Fragen sind vielmehr: Wer verkörpert ihn glaubhaft? Könnten das auch andere Parteien für sich reklamieren? Theoretisch ja. Praktisch fällt es derzeit schwer, einer politischen Kraft in Deutschland diese Rolle überzeugend zuzuschreiben. Und auch hier hilft wieder ein Prinzip Westerwelles. „Wenn andere sich von uns wegbewegen, laufen wir nicht hinterher, und wenn andere sich auf uns zubewegen, laufen wir nicht weg.“


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