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Trumps Iran-Krieg wird zum Energie-Krieg – und Europa findet keine Antwort

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20.03.2026

Nahost: Irankrieg wird Gaskrieg – und Europa laviert / Autos: Der Machtkampf um Volkswagen

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

gerade war man noch mächtiger Staatsmann und plötzlich schlittert man in eine toxische Beziehung: Willkommen in der Gefühlswelt europäischer Staats- und Regierungschefs.

gerade war man noch mächtiger Staatsmann und plötzlich schlittert man in eine toxische Beziehung: Willkommen in der Gefühlswelt europäischer Staats- und Regierungschefs.

Deutlich wie selten formulieren sie ihre Opposition zu US-Präsident Donald Trump wegen seines Irankriegs. Und doch werden sie Tag für Tag weiter in diesen Krieg hineingezogen. Der gestrige Donnerstag markiert den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung. Einerseits ließ kaum ein Staats- oder Regierungschef beim EU-Gipfel in Brüssel Zweifel daran, was er oder sie von diesem Krieg hält: nichts. Und gleichzeitig verlangen mindestens die Auswirkungen des Krieges auf die Energiemärkte Europas Engagement.

Der Irankrieg ist längst zum Energiekrieg mutiert. In den vergangenen 36 Stunden attackierte Israel zunächst das größte Gasfeld der Welt, das sich Iran und Katar teilen. Daraufhin beschoss Teheran den katarischen Teil des Feldes. Auf drei bis fünf Jahre beziffert Qatar Energy die Dauer der nötigen Reparatur.

Entsprechend entwickelten sich die Preise für Gas und Öl am Donnerstag. Gas verteuerte sich um weitere etwa 15 Prozent. Der Anstieg des Ölpreises endete erst am späten Abend nach einer Ankündigung von Israels Premier Benjamin Netanjahu, wonach Iran kein Uran mehr anreichern könne. Nordseeöl der Sorte Brent wurde mit 107 Dollar pro Fass gehandelt, nachdem der Preis zuvor auf bis zu 119 Dollar gestiegen war.


© Handelsblatt