Europa bietet Trump die Stirn – aber hält es auch durch?
Iran: „Das ist nicht unser Krieg" / Benzinpreise: Die Abzocke ist real
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
in der Naturwissenschaft hat der Frosch, der in sich langsam erhitzendem Wasser sitzt, keine Chance. In der Geopolitik kann es aber doch passieren, dass er plötzlich aus dem Glas hüpft. Zumindest wenn am Heizregler US-Präsident Donald Trump dreht. Und der Frosch Europa ist.
in der Naturwissenschaft hat der Frosch, der in sich langsam erhitzendem Wasser sitzt, keine Chance. In der Geopolitik kann es aber doch passieren, dass er plötzlich aus dem Glas hüpft. Zumindest wenn am Heizregler US-Präsident Donald Trump dreht. Und der Frosch Europa ist.
Die Europäer haben nach Trumps Angriff auf den Iran zunächst gemacht, was sie meistens machen: dem US-Präsidenten gehuldigt. Und dann mal beobachtet, was so passiert. Das ist seit Montagnacht vorbei. Da hat ein selbst für seine Verhältnisse ungewohnt dreister Trump die Abwehrreflexe der Europäer aktiviert.
Europäische Partner sollen, so Trump, die für den Ölhandel so wichtige Straße von Hormus freihalten. Täten sie das nicht, hätte das böse Folgen für die Nato – und den Verteidigungskampf der Ukraine.
Europa hat nun die Wahl, in einen Krieg einzutreten, an dessen erfolgreiches Ende es nicht glaubt. Oder den mächtigsten Mann der Welt verärgern, und die Konsequenzen tragen – die zwischen nichts und einer Implosion der Nato liegen könnten.
