Die drei Stärken in den Vorschlägen der Rentenkommission
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
zum Abschluss ihrer Arbeit wird die Rentenkommission der Bundesregierung heute nicht nur einen Bericht mit 33 Reformempfehlungen geben – sondern auch den Startschuss für die Schicksalswochen dieser Koalition. Denn die Rentenreform dürfte ohnehin ein Wendepunkt für Schwarz-Rot werden. Die Frage ist nur: In welche Richtung geht es?
Handelsblatt-Chefökonom und Renten-Experte Bert Rürup jedenfalls sagt im Gespräch mit meinen Kollegen Barbara Gillmann und Jens Münchrath: „Hier zeigt sich, ob die geschwächten bürgerlichen Traditionsparteien noch die Kraft haben, eine wirklich große Reform zustande zu bringen.“
Handelsblatt-Chefökonom und Renten-Experte Bert Rürup jedenfalls sagt im Gespräch mit meinen Kollegen Barbara Gillmann und Jens Münchrath: „Hier zeigt sich, ob die geschwächten bürgerlichen Traditionsparteien noch die Kraft haben, eine wirklich große Reform zustande zu bringen.“
Der Rentenfall ist einfach besonders günstig, um nun Reformtatkraft zu beweisen. Zum einen, weil hier schnell spürbar Druck aus einem drängenden Problem genommen würde. Zum anderen, weil die Expertenkommission ein nahezu umsetzungsreifes Konzept vorgelegt hat.
Rürup empfiehlt der Regierung die Übernahme übrigens nicht nur aus grundsätzlichen Erwägungen. Das Konzept der Kommission hat drei wesentliche Stärken:
Einführung einer kapitalgedeckten Komponente in der Rente. Rürup sagt: „Entscheidend ist, dass es obligatorisch für alle in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert geschieht. Diesen Gedanken hat man wieder aufgegriffen. Das ist richtig.“
Ende der Rente mit 63.
Verlässliche Formel für den Anstieg der Lebensarbeitszeit
„In Summe gehen die Empfehlungen in die richtige Richtung“, sagt Rürup. Was passiert, wenn daraus trotzdem nicht zügig ein Gesetz wird, dazu wagt er auch eine Prognose: „Dann wird man sagen können, dass........
