Wer hier den großen KI-Crash sieht, hat die Technik nicht verstanden |
Das Wettrennen der Tech-Giganten hat völlig unbekannte Dimensionen erreicht. Google plant mit Investitionen von bis zu 185 Milliarden Dollar in diesem Jahr. Amazon übertrifft das noch mit einer Prognose von bis zu 200 Milliarden Dollar. Ein Großteil davon fließt in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Die Aktien der Firmen stürzen daraufhin ab. Noch nie haben Tech-Konzerne so viel Geld auf eine Technologie gesetzt – und selten zuvor hat die Börse so geschlossen dagegen votiert.
Während an der Wall Street die Zweifel wachsen, herrscht im Silicon Valley Aufbruchsstimmung. Die Börse diskutiert Kapitalkosten – die Entwickler diskutieren Möglichkeiten. Die Märkte rechnen Risiken, die Technik schafft Fakten. Wer mit Tech-Vordenkern spricht, hört kaum eine Angst vor einer Blase. Er hört: Jetzt geht es erst richtig los.
Dieser Widerspruch ist kein Zufall. Er folgt einer eigenen Logik. Dass Markt und Technik gerade so weit auseinanderdriften, ist kein Irrtum – sondern ein Muster. Um zu verstehen, warum beides gleichzeitig stimmt, helfen sechs Thesen.
Allein in den vergangenen Monaten – und erst recht in den letzten Tagen – hat sich die Qualität von KI-Modellen fundamental verändert. Mit neuen Generationen wie Claude Opus 4.6 und OpenAI Codex 5.3 wird Software nicht........