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Die neue EU Inc. – endlich wieder etwas mehr Europa

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19.03.2026

Im vergangenen Jahr flossen mehr als zwei Drittel aller weltweit in Start-ups investierten Gelder in Jungfirmen aus den USA. Das waren fast 330 Milliarden Dollar. Europäische Start-ups nahmen im gleichen Zeitraum knapp 68 Milliarden Dollar ein, wie Berechnungen des Analysehauses CB Insights ergaben.

Die Gründe für diese massive Differenz sind vielfältig: Für die USA sprechen seit Jahrzehnten das deutlich ältere und erfahrene Ökosystem, der stärkere Kapitalmarkt, die Risikoaffinität und die großen Risikokapitalgeber wie Sequoia, General Catalyst und Andreessen Horowitz. Mindestens ebenso wichtig ist aber der einheitliche Markt, der von New York bis San Francisco und New Orleans bis Chicago reicht.

Genau hier setzt jetzt die EU Inc. an, die am Mittwoch von der EU-Kommission vorgestellt wurde. Künftig soll jeder in der EU für 100 Euro ein Unternehmen gründen und anmelden können – vollständig digital, ohne Notartermin und ohne Mindestkapital. Kritikern geht der Vorschlag nicht weit genug, weil weiterhin auch Gründungen nach nationalem Recht möglich wären.

Im vergangenen Jahr flossen mehr als zwei Drittel aller weltweit in Start-ups investierten Gelder in Jungfirmen aus den USA. Das waren fast 330 Milliarden Dollar. Europäische Start-ups nahmen im gleichen Zeitraum knapp 68 Milliarden Dollar ein, wie Berechnungen des Analysehauses CB Insights ergaben.

Die Gründe für diese massive Differenz sind vielfältig: Für die USA sprechen seit Jahrzehnten das deutlich ältere und erfahrene Ökosystem, der stärkere Kapitalmarkt, die Risikoaffinität und die großen Risikokapitalgeber wie Sequoia, General Catalyst und Andreessen Horowitz. Mindestens ebenso wichtig ist aber der einheitliche Markt, der von New York bis San Francisco und New Orleans bis Chicago reicht.

Genau hier setzt jetzt die EU Inc. an, die am Mittwoch von der EU-Kommission vorgestellt wurde. Künftig soll jeder in der EU für 100 Euro ein Unternehmen gründen und anmelden können – vollständig digital, ohne Notartermin und ohne Mindestkapital. Kritikern geht der Vorschlag nicht weit genug, weil weiterhin auch Gründungen nach nationalem Recht möglich wären.


© Handelsblatt