Deutschland hat die Nato gerettet |
Selten war die Anspannung vor der Sicherheitskonferenz in München so groß wie in diesem Jahr. Das Gedränge vor den Sicherheitskontrollen, die Gespräche auf schmalen Fluren und die ständige Sorge, eine Rede oder Podiumsdiskussion zu verpassen: Alles wirkte noch intensiver als sonst.
Sind Europäer und Amerikaner noch Freunde – oder zerbricht das mächtigste Bündnis der Weltgeschichte? Um nicht weniger ging es. „Die alte Welt gibt es nicht mehr“, hatte US-Außenminister Marco Rubio vor seinem Abflug nach München gesagt – und damit das düstere Motto der Sicherheitskonferenz bestätigt: „Under Destruction“.
Die internationale Ordnung ist zerfallen, das Vertrauen in Amerika zerstört. Wenn Vertreter der US-Regierung das Wort ergreifen, rechnen die Europäer inzwischen mit dem Schlimmsten. Selbst Kriegsdrohungen sind nicht ausgeschlossen, wie sich im Streit um Grönland zeigte.
Was also bleibt nach den drei hektischen Tagen im Bayerischen Hof? Die Erleichterung, dass Rubio sein Interesse an einem starken Europa betonte, die europäische Kultur würdigte und deutsches Bier lobte? Oder das Entsetzen, dass Rubios Rede einem Loblied auf den Kolonialismus glich und mit völkischem Vokabular gespickt war?
Selten war die Anspannung vor der Sicherheitskonferenz in München so groß wie in diesem Jahr. Das Gedränge vor den Sicherheitskontrollen, die Gespräche auf schmalen Fluren und die ständige Sorge, eine Rede oder Podiumsdiskussion zu verpassen: Alles wirkte noch intensiver als sonst.
Sind Europäer und Amerikaner noch Freunde – oder zerbricht das mächtigste Bündnis der Weltgeschichte? Um nicht weniger ging es. „Die alte Welt gibt es nicht mehr“, hatte US-Außenminister Marco Rubio vor seinem Abflug nach München gesagt – und........