Das Jahr, in dem KI greifbar wird
Ich weiß nicht, wie Sie ins neue Jahr gestartet sind. Mit viel Rückblick, Erinnerung, vielleicht sogar Wehmut? Oder mit dem Blick nach vorn, auf das, was nun kommen wird? Ich habe vor allem auf das neue Jahr geblickt, zusammen mit meiner Frau, mit den Kindern, aber auch nur mit mir selbst.
2026 wird in vielerlei Hinsicht ein entscheidendes Jahr.
Vermutlich erwacht Deutschland aus seiner Stagnation und erlebt erste Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs. Womöglich steht Europa vor einer seiner schwierigsten Bewährungsproben, sollten sich die USA doch noch aus dem bislang hoffnungslosen Verhandlungsprozess im Ukrainekrieg zurückziehen. Wahrscheinlich wird die AfD Erfolge bei diversen Wahlen feiern. Und: Vielleicht – und hoffentlich – macht die schwarz-rote Koalition ernst mit tiefgreifenden Reformen.
Vor allem aber wird 2026 das Jahr sein, in dem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz greifbar werden wird, positiv wie negativ, gerade auch in den Arbeitsmarktdaten.
Man kann dem Thema mit beängstigenden Zahlen begegnen. So schätzt McKinsey, dass sich bereits heute 57 Prozent der Arbeitsstunden in den USA durch KI erledigen lassen. In Deutschland rechnen 27 Prozent der Unternehmen – und damit deutlich mehr als in früheren Umfragen – mit einem KI-bedingten Abbau von Stellen in den kommenden fünf Jahren. Das ist vermutlich noch vorsichtig prognostiziert. Sehen wir 2026 also erste Ausläufer einer KI-bedingten Massenarbeitslosigkeit?
Man kann sich dem Thema aber auch anders nähern, so wie meine Kollegin Leila Al-Serori und meine Kollegen Moritz Koch, Sven Prange und Christian Rickens. In einem großen Essay betten sie die gigantische Revolution, die vor uns liegt, in einen großen historischen Kontext ein.
Sie beschönigen nicht die gefährlichen Entwicklungen, die von KI ausgehen können, nicht die Möglichkeit einer neuen, von Wenigen kontrollierten Übermacht. Aber sie legen ihren Schwerpunkt auf die Frage, was konkret getan werden muss, dass KI sich eben nicht dorthin entwickelt – sondern zu einer Unterstützerin gesellschaftlichen Fortschritts........





















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