Ehegattensplitting – Diesen Vorschlag wird Klingbeil noch bereuen |
Steuerfossil, Relikt aus dem vorigen Jahrhundert, Herdprämie: Wenig ist auf der politischen Linken so verhasst wie das Ehegattensplitting. Der Steuervorteil für Ehepaare halte die Frau als „Heimchen am Herd“. Wer das anders sieht, ist ein Chauvi. Und obendrein ist das Splitting auch noch ökonomischer Blödsinn. Selbst liberale Institute rechnen vor, durch eine Abschaffung könnten 150.000 neue Jobs entstehen.
Da liegt es nahe, dass Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) den großen Reform-Sommer nutzen will, um das Steuerprivileg für Ehepaare endlich zu beerdigen.
Doch was der SPD-Politiker nun als Gesamtkonzept vorgelegt hat, könnte ihm politisch das Genick brechen. Statt als Vorkämpfer für mehr Gleichberechtigung könnte Klingbeil am Ende als großer Steuererhöher für Familien in die Geschichte eingehen – und seine SPD so weiter Richtung Einstelligkeit schrumpfen.
Es ist völlig richtig, dass das Splitting negative Beschäftigungseffekte hat und in der Regel für Frauen finanziell von Nachteil ist. Klingbeil stellt eine Abschaffung des Ehegattensplittings daher als denklogische Verknüpfung von Gleichstellungspolitik und beschäftigungssteigernder Steuerreform dar.
Steuerfossil, Relikt aus dem vorigen Jahrhundert, Herdprämie: Wenig ist auf der politischen Linken so verhasst wie das Ehegattensplitting. Der Steuervorteil für Ehepaare halte die Frau als „Heimchen am Herd“. Wer das anders sieht, ist ein Chauvi. Und obendrein ist das Splitting auch noch ökonomischer Blödsinn. Selbst liberale Institute rechnen vor, durch eine Abschaffung könnten 150.000 neue Jobs entstehen.
Da liegt es nahe, dass Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) den großen Reform-Sommer nutzen will, um das Steuerprivileg für Ehepaare endlich zu beerdigen.
Doch was der SPD-Politiker nun als Gesamtkonzept vorgelegt hat, könnte ihm politisch das Genick brechen. Statt als Vorkämpfer für mehr Gleichberechtigung könnte Klingbeil am Ende als großer Steuererhöher für Familien in die Geschichte eingehen – und seine SPD so weiter Richtung Einstelligkeit schrumpfen.
Es ist völlig richtig, dass das Splitting negative Beschäftigungseffekte hat und in der Regel für Frauen finanziell von Nachteil ist. Klingbeil stellt eine Abschaffung des Ehegattensplittings daher als denklogische Verknüpfung von Gleichstellungspolitik und beschäftigungssteigernder Steuerreform dar.