Die Kraft der Kritik – warum die Solidarisierung mit Fed-Chef Powell Hoffnung macht

Am Ende dieser Woche kann sich Ernüchterung breitmachen. Gleich zu Beginn hat die strafrechtliche Untersuchung gegen US-Notenbankchef Jerome Powell für Schlagzeilen gesorgt. Einmal mehr eine Demonstration der Macht Donald Trumps.

Nach dem Militäreinsatz in Venezuela und den anhaltenden Drohungen gegen Grönland zeigt Trump mit den Ermittlungen gegen den Fed-Chef erneut: Für ihn gilt das Recht des Stärkeren – und für den Stärksten hält er sich. Ihn könne allenfalls sein „eigener Sinn für Moral“ stoppen, wie er kürzlich sagte.

Am Ende dieser Woche lässt sich jedoch auch Hoffnung schöpfen. Denn das, was auf das Videostatement von Powell folgte, in dem er die Vorwürfe als Vorwände zurückwies und sich erneut dagegen verwehrte, „den Präferenzen des Präsidenten“ bei der Zinspolitik zu folgen, war eine Sternstunde der Solidarität.

Diese Hoffnung zeigt, dass Trump zwar von zahlreichen Ja-Sagern umgeben ist. Es gibt aber weiterhin Menschen, die den Machtmissbrauch des mächtigsten Mannes der Welt nicht schweigend hinnehmen.

Natürlich darf man nicht naiv sein und glauben, Trump sei von irgendwem oder in irgendeiner Form........

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