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Steigende Spritpreise durch Iran-Krieg: Hauptprofiteur an der Zapfsäule ist der Staat

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03.03.2026

Wer sein Auto am Freitag vollgetankt hatte, dürfte sich gefreut haben. Ein Liter Diesel war zwar bereits an diesem Tag mit etwa 1,74 Euro nicht günstig. Aber nun sind die Spritpreise explodiert. Wer Pech hatte, zahlte am Dienstag über 1,90 Euro für einen Liter Diesel. Und eine Besserung ist erst einmal nicht in Sicht.

Der Verkehr in der Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der Ölprodukte seewärts verschifft wird, ist wegen des Kriegs im Iran zum Erliegen gekommen. Und auch erste Raffinerien, darunter die größte Saudi-Arabiens, mussten ihren Betrieb einstellen.

Für steigende Spritpreise gibt es also objektiv gute Gründe. Trotzdem fühlen sich viele Verbraucher abgezockt. Esra Limbacher, Sprecher des konservativen „Seeheimer Kreises“ in der SPD, unterstellte den Tankstellenbetreibern sogar „Abzocke“. Denn die derzeit verkauften Benzin- und Dieselkraftstoffe seien noch vor den US-Angriffen zu deutlich günstigeren Preisen eingekauft worden.

Nutzen die Tankstellenbetreiber also die geopolitische Lage, um daraus Profit zu schlagen? Der Verdacht liegt nahe. Zahlen des Vergleichsportals Benzinpreis.de zeigen, dass die Überschüsse der Anbieter im Vergleich zum Februar leicht gestiegen sind.

Wer sein Auto am Freitag vollgetankt hatte, dürfte sich gefreut haben. Ein Liter Diesel war zwar bereits an diesem Tag mit etwa 1,74 Euro nicht günstig. Aber nun sind die Spritpreise explodiert. Wer Pech hatte, zahlte am Dienstag über 1,90 Euro für einen Liter Diesel. Und eine Besserung ist erst einmal nicht in Sicht.

Der Verkehr in der Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der Ölprodukte seewärts verschifft wird, ist wegen des Kriegs im Iran zum Erliegen gekommen. Und auch erste Raffinerien, darunter die größte Saudi-Arabiens, mussten ihren Betrieb einstellen.

Für steigende Spritpreise gibt es also objektiv gute Gründe. Trotzdem fühlen sich viele Verbraucher abgezockt. Esra Limbacher, Sprecher des konservativen „Seeheimer Kreises“ in der SPD, unterstellte den Tankstellenbetreibern sogar „Abzocke“. Denn die derzeit verkauften Benzin- und Dieselkraftstoffe seien noch vor den US-Angriffen zu deutlich günstigeren Preisen eingekauft worden.

Nutzen die Tankstellenbetreiber also die geopolitische Lage, um daraus Profit zu schlagen? Der Verdacht liegt nahe. Zahlen des Vergleichsportals Benzinpreis.de zeigen, dass die Überschüsse der Anbieter im Vergleich zum Februar leicht gestiegen sind.


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