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Warum Europa im globalen Technologierennen zurückfällt

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09.03.2026

Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei Unitree Robotics im chinesischen Hangzhou ist mehr als ein nettes Bild mit tanzenden Robotern – er ist ein Weckruf an Europas wirtschaftliche Stärke. Am 26. Februar 2026 verfolgte Merz in der Zentrale des chinesischen Robotik-Pioniers, wie humanoide Maschinen boxen, Kung-Fu vorführen und parallel an der Produktionslinie Sortieraufgaben übernehmen – eine selbstbewusste Vorstellung der Innovationskraft Chinas.

Der aktualisierte „Critical Technology Tracker“ des Australian Strategic Policy Institute (ASPI) zeigt, wie ernst die Lage ist: China liegt bei der Forschung in 66 von 74 kritischen Technologien vorn, die USA in den übrigen acht. ASPI betont, dass die EU, die USA und das Vereinigte Königreich seit zwei Jahrzehnten einen abwärtsgerichteten Trend in ihrem Anteil an Hochtechnologie-Forschung aufweisen, während China seinen Vorsprung weiter ausbaut. Vorbei sind die Zeiten, in denen China nur kopierte.

Die EU – die bekanntlich schon vor über 25 Jahren in Lissabon beschlossen hatte, zu einer „dynamischen, innovativen und wettbewerbsfähigen Region” zu werden – reagiert wie zu erwarten: mit Protektionismus („buy european“) und auf Drängen Frankreichs wohl auch noch mit einer staatlichen „Industriepolitik“. Beides dürfte den Rückstand eher noch vergrößern.

Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei Unitree Robotics im chinesischen Hangzhou ist mehr als ein nettes Bild mit tanzenden Robotern – er ist ein Weckruf an Europas wirtschaftliche Stärke. Am 26. Februar 2026 verfolgte Merz in der Zentrale des chinesischen Robotik-Pioniers, wie humanoide Maschinen boxen, Kung-Fu vorführen und parallel an der Produktionslinie Sortieraufgaben übernehmen – eine selbstbewusste Vorstellung der Innovationskraft Chinas.

Der aktualisierte „Critical Technology Tracker“ des Australian Strategic Policy Institute (ASPI) zeigt, wie ernst die Lage ist: China liegt bei der Forschung in 66 von 74 kritischen Technologien vorn, die USA in den übrigen acht. ASPI betont, dass die EU, die USA und das Vereinigte Königreich seit zwei Jahrzehnten einen abwärtsgerichteten Trend in ihrem Anteil an Hochtechnologie-Forschung aufweisen, während China seinen Vorsprung weiter ausbaut. Vorbei sind die Zeiten, in denen China nur kopierte.

Die EU – die bekanntlich schon vor über 25 Jahren in Lissabon beschlossen hatte, zu einer „dynamischen, innovativen und wettbewerbsfähigen Region” zu werden – reagiert wie zu erwarten: mit Protektionismus („buy european“) und auf Drängen Frankreichs wohl auch noch mit einer staatlichen „Industriepolitik“. Beides dürfte den Rückstand eher noch vergrößern.


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