Einsatz im neuen Kalten Krieg – Bundeswehr fliegt gen Grönland

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die Grönland-Krise eskaliert im Rekordtempo zu einem neuen Kalten Krieg zwischen Europa und den USA – jetzt auch mit deutscher Beteiligung. „Deutschland wird morgen ein gutes Dutzend Soldaten als Erkunder nach Grönland schicken“, sagte ein Regierungssprecher am Mittwochabend. Er bestätigte damit einen Bericht von „Bild“. Auch Schweden und Norwegen wollen jeweils einige Soldaten nach Grönland entsenden.

Das Bundesverteidigungsministerium teilte am Abend zu dem Einsatz mit:

Die Bundeswehr will dazu mit einem Airbus-A400M-Transportflugzeug 13 Bundeswehrangehörige in die grönländische Hauptstadt Nuuk entsenden. Es dürfte sich um die ersten Soldaten in der Geschichte der Bundeswehr handeln, deren Einsatz zumindest inoffiziell gegen den bisherigen Verbündeten USA  gerichtet ist, der so von militärischen Abenteuern abgehalten werden soll. Wobei die Abschreckungskraft des Bundeswehr-Kommandos vor allem in seiner Symbolkraft liegen dürfte.

Falls Sie sich an dieser Stelle besorgt fragen, ob das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) rechtzeitig mit seinen Entflammungs- und Abriebversuchen für die neue Winterunterwäsche der Truppe fertig geworden ist: Gar so eisig ist dieser neue Kalte Krieg zum Glück nicht. Für Nuuk sind heute beherrschbare -2 bis -6 Grad vorhergesagt.

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