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Dieses Equipment brauchen Sie für Ihren Sport wirklich

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23.01.2026

In seinem durch und durch empfehlenswerten Reisebericht „Die Letzten ihrer Art“ schildert der Autor Douglas Adams die Begegnung mit „Helmut und Karl“ im Kongo auf der Suche nach Gorillas.

Die beiden sind – im Vergleich zu Adams selbst – so hervorragend ausgestattet gewesen, dass es für den Autor überraschend gewesen wäre, kämen sie aus Brasilien oder Lettland. Es waren, die Namen lassen es erahnen, Deutsche.

Adams will keinerlei Klischees bedienen und beschließt, sie als Letten zu bezeichnen. Aber in Deutschland wird Ausrüstung gerne gekauft, es ist kein Klischee, wie folgende Grafik zeigt:

Es braucht nicht einmal die Wechselzone eines Ironman-Wettbewerbs in Deutschland mit seinem Carbon-Fuhrpark an Zweirädern, um zu erkennen: Das Klischee existiert, weil es oft stimmt. „Carbon statt Kondition“ ist ein geflügelter Scherz unter Hobbyradrennfahrern, den viele Käufer nur allzu gerne umzusetzen scheinen.

In den vergangenen gut 15 Jahren habe ich wohl bei meinen Wettbewerbsrädern drei fundamentale Entwicklungen gesehen. Den quasi vollständigen Schritt hin zu Carbonrahmen. Die umfassende Verwendung von Scheibenbremsen. Und die elektronische Schaltung. Als Nächstes am Horizont ist die Verwendung von Kunststoffschläuchen statt der klassischen, immer nach Gummi duftenden Butylschläuche.

Aber auch Helme oder so etwas vermeintlich Schnödes wie eine Radfahrbrille sind inzwischen (oft kostspielige) Hightech-Produkte. Allein der Badeanzug oder die Badehose und die Schwimmkappen scheinen noch nicht der allumfassenden Ausrüstungsoptimierung anheimgefallen zu sein.........

© Handelsblatt