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Briefe und E-Mails: Vom Wert des Originals

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08.11.2025

Stand: 06.11.2025, 15:25 Uhr

Von: Petra Kohse

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Das Bewahren ist wie das Verabschieden eine kulturelle Praxis. Das gilt nicht nur bei alten Briefen.

Einer der erfreulichen Aspekte der Digitalisierung ist, dass man niemanden mehr braucht, der einem den Briefkasten leert, wenn man verreist ist. Ich bekomme kaum noch echte Post. Von den wenigen Briefen der letzten beiden Wochen kamen allerdings gleich zwei von der Polizei. Im ersten wurde mir vorgeworfen, mein Auto ein paar Meter neben dem Haus, in dem ich wohne, geparkt zu haben, obwohl es sich um eine Anwohnerparkzone handelt! „Erläuterung: Handyparken – nicht eingeloggt“.

Meine Adresse und die fast gleichlautende Angabe des Tatorts konnten auf dem Papier mit einem Blick erfasst werden, der Antrag auf eine Parkvignette hatte gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe gelegen.........

© Frankfurter Rundschau