Trotz Iran-Krieg: Wo Maga und Mullahs an einem Strang ziehen
Trotz Iran-Krieg: Wo Maga und Mullahs an einem Strang ziehen
Stand: 27.04.2026, 16:22 Uhr
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Indonesien erwägt Gebühren für die Straße von Malakka. Iran blockiert Hormus. Eine neue Raubritter-Mentalität bedroht den Welthandel.
Die Straße von Malakka, the Straits of Malacca – wie das schon klingt: ein schmaler Seeweg im äußersten Fernen Osten, vorbei an fremden Kulturen, die nichts auf rotgesichtige Seefahrer aus der westlichen Fremde geben, die sich auf seelenverkäuferischen „tramp steamers“ unter einem unendlich blauen Himmel durch ein unendlich türkisfarbenes Meer mühen, um von Hafen zu Hafen, von Fracht zu Fracht gerade so über die Runden zu kommen. Die Älteren unter uns mögen da an Joseph Conrad erinnert werden, die Jüngeren vielleicht an Frank le Gall und Jean-Charles Kraehn ...
Aber alle – auch kritisch reflektierte – Romantik ist dahin, denken wir an Donald Trump. Denn an dem Verderber aus dem Weißen Haus kommt nicht vorbei, wer sich mit dieser Welt beschäftigen will, egal ob fern und fremd oder nah und nicht mehr vertraut. Es ist derzeit ein Leichtes, statt Trump das Regime in Teheran wegen dessen de facto Blockade der Straße von Hormus zu verdammen: Ohne das würde doch die Energiekrise enden, oder? Ohne das würde kein Politiker im muslimischen Riesenstaat Indonesien wagen, darüber nachzudenken, für jede Fahrt durch die Straße von Malakka Gebühren zu erheben. Oder sonstwer an jenem guten Dutzend neuralgischer, enger Seeoruten für den Welthandel. Woraufhin dann „Welthandel“ im Lexikon nur noch als „altertümlich“ geführt würde.
Trump, Teheran und die Straße von Hormus: Vom Welthandel zur Wegelagerei
Mit der Globalisierung wäre es dann endgültig vorbei – nur eben nicht so, wie sich das die antiglobalistische Linke stets gewünscht hat. Der neoliberale Welthandel mit seiner globalisierten Ausbeutung würde dann ersetzt durch eine vormoderne Wegelagerei, bei der der Stärkere (lies: der besser Bewaffnete) sich durchsetzt.
Und da sind wir dann wieder bei Donald Trump. Die Monetarisierung von allem und jedem, das ist seine Sache: Geld jetzt her, was kümmert mich das Morgen! Als Teheran erstmals von einem Gebühren-Regime bei Hormus sprach, da applaudierte der Kriegsgegner Trump. Das ist die Sprache, die er spricht (so er mitverdient).
Also zurück zu einer Raubritter-Mentalität, die einfach zusammenplündert, was sich ihr so ergibt? Das kann, das darf nicht die Sprache dieser Welt sein. Dafür haben zu viele Menschen zu lange unter zu unerträglichen Hasardeuren leiden müssen. Nein, es muss sich die Vernunft, mithin jene „mittleren Mächte“, die Mark Carney aus Kanada benannt hat, die Hände schmutzig machen, um der kindischen Unvernunft der Mächtigen ein Ende zu setzen.
