Die Schäbigkeit der Mächtigen

Die Schäbigkeit der Mächtigen

Stand: 12.04.2026, 23:02 Uhr

KommentareDruckenTeilen(function(a,b){if(a.navigator.canShare){var c=b.querySelector(".idjs-webshareAction"),d=JSON.parse(a.ippen.b64DecodeUnicode(" eyJ0aXRsZSI6IlVTQSB1bmQgSXJhbiBiZWzDvGdlbiBkaWUgV2VsdCBtaXQgZmFsc2NoZW4gRnJpZWRlbnN2ZXJzcHJlY2hlbiIsInRleHQiOiJEaWUgVmVyaGFuZGx1bmdlbiB6d2lzY2hlbiBkZW4gVVNBIHVuZCBkZW0gSXJhbiBzaW5kIGVyZ2VibmlzbG9zIGdlc2NoZWl0ZXJ0LiBCZWlkZW4gUmVnaW1lcyBmZWhsdCBkZXIgcHJpbnppcGllbGxlIEZyaWVkZW5zd2lsbGUga29tcGxldHQuIiwidXJsIjoiaHR0cHM6Ly93d3cuZnIuZGUvbWVpbnVuZy9rb21tZW50YXJlL3VzYS11bmQtaXJhbi1iZWx1ZWdlbi1kaWUtd2VsdC1taXQtZmFsc2NoZW4tZnJpZWRlbnN2ZXJzcHJlY2hlbi05NDI1ODgyOC5odG1sP3V0bV9zb3VyY2U9X3NoYXJlZCZ1dG1fbWVkaXVtPXdlc3QmdXRtX2NhbXBhaWduPWludGVyYWN0aW9uYmFyIn0="));c&&a.navigator.canShare(d)&&(c.style.display="",c.addEventListener("click",b=>{b.preventDefault(),a.setTimeout(function(){a.navigator.share(d)},0)}))}})(window,document);

Die USA und der Iran belügen die Welt. Hatte jemand etwas anderes erwartet? Der Kommentar.

Hat jemand ernsthaft etwas anderes erwartet? Vielleicht, dass die USA und der Iran bei ihren Verhandlungen im pakistanischen Islamabad zumindest weitere Runden vereinbaren? Dass sie einander und der Welt prinzipiellen Friedenswillen bekunden?

Bis zu dem Schaulaufen in Islamabad nährte sich immerhin die Hoffnung, der Krieg in Nah- und Mittelost könne doch beendet werden. Aber es gilt für das Aufeinandertreffen dieser beiden unerträglichen Regimes, des trumpistischen und das der Mullahs, was die Mathematik gerne mit gewisser Süffisanz ans Ende einer Gleichung stellt: q.e.d. – quod erat demonstrandum. Was zu beweisen war. Das ist nämlich, dass es keinen prinzipiellen Friedenswillen unter diesen Mächtigen gibt. Und dass es ihnen komplett egal ist, was das iranische oder das US-amerikanische Volk will.

Das Mullahregime braucht das (antisemitische) Feindbild einer jüdisch-amerikanischen Verschwörung gegen die Rechtgläubigen, um seine Diktatur zu erhalten. Benjamin Netanjahu braucht fortwährenden Krieg, um nicht für seine Gesetzesverstöße vor Gericht gezerrt zu werden. Und Donald Trump braucht den Krieg ... weil er kein Maß kennt in seiner wahnwitzigen Selbstsucht, in seiner Raffgier und in seinem grenzenlosen Hass auf die Welt.

Was also bleibt zu tun (abgesehen vom Lob für das hoch anständige Procedere der Verhandlungen durch Pakistan)? Warten auf die nächste Runde von Lügen von der einen wie der anderen Seite? Weiter sich jeder Frechheit dieser Tyrannen beugen? Das hieße für den Rest der Welt, die eigenen Alternativen zu ignorieren. Die mögen auch mal mühselig sein (etwa Erneuerbare-Offensive statt Spritstreit), aber sie existieren und sie würden uns souveräner machen.


© Frankfurter Rundschau