FR-üh dran zum Urteil gegen Maja T.: Orbáns Schauprozess erreicht seinen Höhepunkt
Stand: 04.02.2026, 05:59 Uhr
Von: Nail Akkoyun
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Heute fällt in Budapest das Urteil gegen Maja T. – ein Verfahren, das mehr über Viktor Orbáns Wahlkampf verrät als über Gerechtigkeit, heißt es in unserer Kolumne „FR-üh dran“.
FR-üh Radar – das steht heute an: Am heutigen Mittwoch (4. Februar) wird in Budapest das Urteil gegen Maja T. erwartet. Die 25-jährige nonbinäre Antifaschist:in aus Thüringen steht seit einem Jahr vor dem Budapester Landgericht. Maja T. wird vorgeworfen, im Februar 2023 an Angriffen auf Rechtsextreme während des sogenannten „Tags der Ehre“ beteiligt gewesen zu sein. Die ungarische Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von bis zu 24 Jahren wegen vierfacher lebensgefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation. Richter József Sós will das Urteil direkt nach den Schlussplädoyers verkünden – ohne weitere Bedenkzeit. Wir erklären Ihnen, warum dieser Prozess weit mehr ist als ein gewöhnliches Strafverfahren und welche politischen Dimensionen dahinterstehen.
Wir erklären Ihnen, wie es dazu kam: Im Februar 2023 versammelten sich in Budapest Neonazis aus ganz Europa zum „Tag der Ehre“, einem rechtsextremen Vernetzungstreffen. Am Rande dieser Veranstaltung kam es zu fünf Angriffen auf Rechtsextreme durch vermummte Personen, bei denen die Opfer Platzwunden und Knochenbrüche erlitten. Nach drei Festnahmen vor Ort fahndeten die ungarischen Behörden nach einem knappen Dutzend........
