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FR-üh dran: Als Franz von Papen Deutschlands Seele an den Teufel verkaufte

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05.01.2026

Stand: 04.01.2026, 06:33 Uhr

Von: Nail Akkoyun

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Vor 93 Jahren besiegelten Papen und Hitler Deutschlands Schicksal. Heute diskutiert man über die Brandmauer. Die Kolumne „FR-üh dran – die Lage am Morgen“.

FR-üh Radar – Das steht heute an: Heute vor 93 Jahren, am 4. Januar 1933, trafen sich Franz von Papen und Adolf Hitler im Haus des Kölner Bankiers Kurt Freiherr von Schröder zu einem geheimen Gespräch. Dieses Treffen wird vom Historiker Joachim C. Fest als „Geburtsstunde des Dritten Reiches“ bezeichnet. Während Hitler offiziell auf dem Weg von München zu einem Wahlkampfauftritt in Detmold war, einigte er sich mit Ex-Reichskanzler Papen auf eine Regierung Hitler-Papen-Hugenberg. Wir erklären Ihnen, warum dieses historische Datum heute besonders nachdenklich stimmt und welche Parallelen zur aktuellen politischen Lage gezogen werden.

Wir erklären Ihnen, wie es dazu kam: Nach einem Vortrag Papens im Berliner Herrenklub im Dezember 1932 sprachen Papen und der Bankier Kurt Freiherr von Schröder über ein mögliches Treffen mit Hitler, wie historische Quellen dokumentieren. Schröder stellte über Hitlers Wirtschaftsberater Wilhelm Keppler den Kontakt her und bot sein Haus am Stadtwaldgürtel 35 in Köln als Treffpunkt an. Die NSDAP hatte bei der Reichstagswahl am 6. November........

© Frankfurter Rundschau