Tod und Religion: Irgendwann sind wir alle dran

Stand: 15.09.2025, 17:58 Uhr

Von: Michael Herl

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Religionen begreifen den Tod meist nicht als Ende. Doch so mancher hat Angst vor dem Leben danach.

Eigentlich denkt ja niemand so recht über das eigene Ableben nach. Die Jungen gerieren sich oft als unkaputtbar, und die Älteren schweigen oder spötteln, wenn es um ihre Endlichkeit geht. Nur wenige, Dichtende oder Melancholische etwa, finden eine verhaltene Freude an ihrer Vergänglichkeit. Man hängt halt dran, an diesem Leben, zumal man nur eins hat.

So kommt es, dass Bedrohungen wie Schlag oder Krebs eher als Gefahr für andere angesehen werden und Rauchen, fettes Essen und Bewegungsarmut als Risiken für die Menschheit im Allgemeinen. Also setzen sie einen inneren Mechanismus wie beim Lottospiel in Gang, nur umgekehrt: Sie hoffen, zu den........

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