Kultur des Grüßens: Freundlichkeit erleichtert das Sein

Stand: 17.11.2025, 14:19 Uhr

Von: Michael Herl

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Ein „Guten Morgen“ im Aufzug oder in der Arztpraxis ist eine Routine, die Nähe herstellt.

Eigentlich ist Freundlichkeit doch etwas Angenehmes, oder? In einem Aufzug etwa. Grüßt man da nicht beim Betreten? Zumal, wenn einen drei, vier Gesichter erwartungsvoll ansehen? Sollte man da nicht wenigstens ein knappes „Guten Tag“ hervorbringen?

Schließlich könnte man schon in wenigen Sekunden zu einer Schicksalsgemeinschaft werden. Es könnte ein Seil reißen, und man bleibt zwischen zwei Stockwerken stecken. Zudem in solchen Situationen ja meistens eine Hochschwangere, ein Unterzuckerter, eine Depressive, eine immerfort betende Nonne, ein Klaustrophober und ein Wichtigtuer an Bord sind. Da muss man doch zusammenhalten.

Oder beim........

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