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Krisen und Kriegen: Zuversichtlich bleiben

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13.08.2025

Stand: 11.08.2025, 15:28 Uhr

Von: Michael Herl

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Dass heutzutage viele fast alles infrage stellen, ist neu. Das war früher depressiven Menschen vorbehalten.

Eigentlich war die Forderung ja recht spaßig. „Alles muss weg!“, kritzelten Hobby-Anarchisten einst auf Toilettentüren. Doch „alles“ blieb. Und es vereinnahmte seine Kritiker auf seine eigene, perfide Art. Als die Utopisten dies merkten, waren sie schon hoch besoldet verbeamtet oder mit einer stattlichen Schar an Privatpatienten gesegnet. Da kann man doch nicht so einfach zurück, das muss man doch verstehen, oder?

„Alles“ ist also noch da. Mehr denn je. Doch was ist es heute, dieses Alles? Eine philosophische Frage. Also Allesdeuter Richard David Precht fragen? Bitte nicht. Auf alle Fälle ist „alles“ alles, was wir nicht mehr verstehen.........

© Frankfurter Rundschau