FR-üh dran: Generäle reden, Kinder sterben – Nahost-Treffen steckt in der Diplomatie-Falle

FR-üh dran: Generäle reden, Kinder sterben – Nahost-Treffen steckt in der Diplomatie-Falle

Stand: 29.05.2026, 06:00 Uhr

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Israel und Libanon verhandeln im Pentagon – während Bomben fallen. Was Trump damit zu tun hat. Alle Hintergründe bei FR-üh dran.

FRüh-Radar – das steht heute an: Irgendwo zwischen Diplomatie und Drohnenkrieg liegt das, was heute im Pentagon stattfindet. Militärische Delegationen aus Israel und dem Libanon setzen sich an einen Tisch – zum vierten Mal innerhalb weniger Wochen. Draußen, also im Südlibanon, fallen derweil weiter Bomben. Kinder sterben. Familien fliehen. Und in Washington reden Generäle miteinander, indirekt auch über den Iran-Krieg.

Man könnte das zynisch nennen. Man könnte es aber auch als das lesen, was es vielleicht ist: den zähen, schmerzhaften, immer wieder stockenden Versuch, einen Krieg zu beenden, der nicht nur den Libanon betrifft. Denn was im Pentagon besprochen wird, hängt unmittelbar zusammen mit dem, was in Teheran, in Netanjahus Koalitionsbüros und in Trumps Kalkül für die Zwischenwahlen gerade passiert. Ein Treffen, vier Akteure, keine einfachen Antworten. Was das alles bedeutet, warum es trotzdem wichtig ist – und mit welchen Argumenten Sie heute in der Kaffeeküche punkten können? Das lesen Sie hier in unserer FR-üh-dran-Kolumne.

Die Ausgangslage: Israel und Libanon verhandeln in Washington über Kriegsende

Wir fassen zusammen, wie es dazu kam: Der Ausgangspunkt für das heutige Treffen liegt im März 2026: Kurz nachdem die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen und dessen obersten Führer Ali Chamenei getötet hatten, nahm die Hisbollah den Raketenbeschuss auf Israel wieder auf. Israel antwortete mit Luftangriffen auf den Libanon – auch auf Beirut. Seitdem sind laut dem libanesischen Gesundheitsministerium, wie Euronews berichtet, fast 2900 Menschen im Libanon getötet und mehr als 8800 weitere verletzt........

© Frankfurter Rundschau