Was bleibt, wenn die Bombe fällt?

Stand: 08.08.2025, 18:56 Uhr

KommentareDruckenTeilen

Atomwaffen bringen keine Stabilität. Und sie schützen auch nicht vor Angriffen. 2025 belegt das - ein Gastbeitrag von Sebastian Niemetz (ICAN).

Spätestens mit dem Atombombenabwurf auf Nagasaki am 9. August 1945 war das Atomzeitalter in all seiner Unmenschlichkeit eingeläutet. Und mit ihm der Kalte Krieg: 1949 testete die Sowjetunion ihre erste Atomwaffe, und bald nisteten sich Ideen wie „nukleare Abschreckung“ und „Gleichgewicht des Schreckens“ in den Köpfen der Widersacher ein.

Doch aus den Ruinen Hiroshimas und Nagasakis wuchs auch eine globale Bewegung, angeführt von den Hibakusha, den Atombomben-Überlebenden. Zusammen mit Wissenschaftler:innen wie Albert Einstein, der Zivilgesellschaft und den Vereinten Nationen forderten sie die Abschaffung aller Atombomben. Über die Jahre handelte die internationale Gemeinschaft viele Abkommen aus – von nuklearwaffenfreien Zonen bis hin zum Atomwaffenverbotsvertrag von 2017.

„Die Atombombenabwürfe vor 80 Jahren sind keine Sache der Vergangenheit“, erklärte........

© Frankfurter Rundschau