Papst Leo XIV. müsste zu Trumps Militär-Coup gegen Maduro nicht schweigen

Stand: 12.01.2026, 14:21 Uhr

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Nach der Entführung von Venezuelas Präsident äußert sich Papst Leo XIV. nur vage. Dabei gäbe es Gründe für den Kirchenführer, sich klarer zu positionieren. Gastbeitrag von Otto Kallscheuer.

In gewisser Weise hat Papst Leo XIV. sein Pontifikat erst jetzt – nach dem erfolgreichen Abschluss des „Heiligen Jahres“ im Vatikan – eröffnet: mit einem „außerordentlichen Konsistorium“ der Kardinäle in Rom, an dem zwei Drittel der rund 240 Purpurträger teilnahmen. Solch außerordentliche Versammlungen (möglichst) aller Kardinäle in Rom sind fakultativ und selten: Papst Johannes Paul II. berief in 26 Jahren Amtszeit nur sechs solcher Treffen ein. Benedikt XVI. gar keines, Franziskus ein einziges. Im Vorfeld der römischen Bischofssynode (2014) wollte er die Kirche auf........

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