Das Mullah-Regime wird bald alleine sein

Stand: 02.01.2026, 16:21 Uhr

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Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Diktatur in Teheran endet - ein Gastbeitrag von Noshin Shahrokhi.

Unmittelbar nach der Revolution von 1979 kam es im Iran zu Protesten, die bereits damals unterdrückt wurden. Neben den offiziellen Sicherheitskräften agierten stets paramilitärische Gruppen in Zivil, die gezielt oppositionelle Bewegungen attackierten. Diese Strukturen bestehen bis heute fort und treten sowohl bei Demonstrationen im Land als auch innerhalb der Exilopposition als verdeckte Akteure auf.

Zu Beginn richteten sich die Angriffe vor allem gegen Frauen und linke Gruppen, später sogar gegen den ersten Premierminister. Auch die Mudschahedin, die nach dem Machtverlust erfolglos versuchten, mit Unterstützung der irakischen Armee den Iran anzugreifen, verloren jegliche Unterstützung in der Bevölkerung. Seitdem werden sie von vielen Iranerinnen und Iranern abgelehnt, da nationale Identität und Zugehörigkeit einen höheren Stellenwert besitzen als religiöse Bindungen.

Im Laufe der Zeit wurden die sogenannten Reformer, die tatsächlich keine grundlegenden Veränderungen anstrebten, entmachtet und isoliert. Inzwischen geraten auch Händler und Ladenbesitzer unter Druck – Gruppen, die das islamische Regime über Jahrzehnte hinweg unterstützt hatten. Heute stehen hinter der Regierung fast ausschließlich die Sicherheitskräfte, deren Familien sowie Regierungsangehörige. Doch was geschieht, wenn selbst diese Gruppen ihre........

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