An Ostern tun sich andere Wege auf
Stand: 30.04.2025, 09:19 Uhr
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Auch die Bibel durchzieht Gewalt, doch gerade aus Schöpfung und Auferstehung lässt sich Hoffnung ziehen. Ein Gastbeitrag von der Theologin Klara Butting.
Sie fragen, was mir in diesen bewegten Zeiten Zuversicht gibt? Die Bibel aufzuschlagen! Krieg und Gewalt bleiben dabei nicht außen vor. Sie bilden von Anfang den Hintergrund der Erzählungen. Gleich in der zweiten Zeile wird die Erde „wüst und leer“ (tohuwabohu) genannt. Das sind Worte über ein von Krieg verwüstetes Land. Das Land nach dem Siegeszug des babylonischen Heeres im 6. Jhr. v. Chr wird mit diesen Worten beschrieben, in Bildern, die wir aus den Nachrichten kennen: verwüstetes Fruchtland, zerstörte Städte. Dann aber passiert etwas Verrücktes, das wir nur selten am Rande der Nachrichten hören. Nicht Gewalt, sondern Zuwendung findet einen Ausweg.
„Gott sprach: Licht werde! Licht ward!“ Durch Worte wird ein grundsätzlicher Neuanfang möglich. Und dann: „Gott sah das Licht, dass es gut ist“. Angesehen werden, schön gefunden werden, ist schöpferisches Tun. „Es gibt dich, weil Augen dich wollen“, hat Hilde Domin darüber gedichtet. Vielleicht hören wir nicht sofort, wie besonders das ist, weil die Worte entweder zu vertraut oder zu fremd sind. Dann hilft es, den Kontext zu erinnern.
Mit Krieg schuf das babylonische........
