Politischer Aschermittwoch: CSU feiert „größten Stammtisch der Welt“ - Söder teilt mit Freuden aus
Politischer Aschermittwoch: CSU feiert „größten Stammtisch der Welt“ - Söder teilt mit Freuden aus
Stand: 18.02.2026, 05:59 Uhr
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Zeit für politische Attacken aus Bayern. Markus Söder und die CSU feiern politischen Aschermittwoch in Passau. Die Lage am Morgen in „FR-üh dran“.
Passau – FR-üh Radar - das steht heute an: Wenn die Fastnacht endet, wird in der Politik erst richtig um sich gehauen. Heute steht der Politische Aschermittwoch auf dem Programm – und mit ihm das politische Spektakel des Jahres in Bayern. Mit Spannung erwartet wird in der Passauer Dreiländerhalle der Auftritt von Ministerpräsident Markus Söder – beim „größten Stammtisch der Welt“, wie es die CSU mit einem gewissen Stolz verkündet. Wir blicken zurück auf Söders vergangene verbale Ausfälle am Aschermittwoch und erklären, warum der Termin in diesem Jahr unter einem besonderen Vorzeichen steht.
Wir erklären Ihnen, wie es dazu kam: Der Politische Aschermittwoch hat in Bayern eine jahrzehntelange Tradition und steht schon immer im Zeichen von Parteibotschaft und direkten Angriffen. Markus Söder machte den Tag zu seiner ganz persönlichen Bühne für den alljährlichen Rundumschlag. Zu seinen beliebtesten Zielen zählten bislang die Grünen („Ihr hattet Eure Chancen!“), die Bundespolitik ( „Hätte ich die Wahl, dann wäre ich lieber Bulle in Bayern als ein Rindvieh in Berlin“) und Norddeutschland („Ich werde nie im Leben zulassen, dass wir auf das geistige Niveau eines Bremer Abiturs sinken“ und „Liebe Preußen, versteht es: Ab jetzt geht nichts mehr ohne Bayern in Deutschland“).
Am heutigen politischen Aschermittwoch gehen Markus Söder möglicherweise die Feindbilder aus. Die Grünen sind in der Opposition, in Berlin regiert die Union unter Kanzler Friedrich Merz, dessen Name preußischer kaum sein könnte. Söder muss also neue Angriffsziele finden und seine Partei dabei auf die Kommunalwahlen 2026 in Bayern einschwören. Der größte Gegner der CSU dort werden neben den Freien Wählern von Hubert Aiwanger, mit dem Söder in München regiert, die AfD. Denen will Söder nach Informationen des BR mit der Forderung nach einem radikalen Kurswechsel Deutschlands im Hinblick auf die Migrationspolitik begegnen.
Espresso-Argumente für die Kaffeeküche
„Söder macht deutlich, dass bei der Migration endlich durchgegriffen werden muss“ - Seit den 1990ern glauben konservative Kräfte, sie könnten dem erstarkenden Rechtspopulismus begegnen, indem sie dessen Positionen und Rhetorik übernehmen. Den Aufstieg der AfD konnten sie damit aber nicht verhindern. Wer glaubt, man könne Flucht und Migration mit „roten Linien“ lösen, der wählt ohnehin das Original. Söder und Co. machen so die extreme Rechte salonfähig und treiben ihr nur noch mehr Wähler:innen zu.
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„Söder spielt am Aschermittwoch nur Theater für seine Wähler:innen“ - Gerade deshalb ist der heutige Tag so aufschlussreich: Er zeigt, welche Themen die CSU wirklich für wahlentscheidend hält. Wenn Söder heute wieder nur Ängste vor Überfremdung bedient anstatt klare Kante gegen Menschenhass zu zeigen, dann offenbart das auch etwas über die Strategie seiner Partei für die kommenden Wahlkämpfe.
Lesen Sie hier schon heute, was als Nächstes passieren wird: Der heutige Aschermittwoch ist der Auftakt für einen intensiven politischen Frühling in Süddeutschland. Die Kommunalwahlen in Bayern stehen bevor und werden mit den zeitgleich stattfindenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg zum ersten großen Test des Jahres – nicht nur für Söder und die CSU, sondern für alle Parteien.
FR-üh dran – die Lage am Morgen
„FR-üh dran - die Lage am Morgen“ informiert Sie jeden Morgen über den wichtigsten Termin des Tages. Wir fassen zusammen, was ansteht, wie es dazu kam und was daraus folgt. Außerdem rüsten wir Sie als FR-Leser:in mit Argumenten für die politische Debatte in der Kaffeeküche, am Mittagstisch und auf dem Schulhof.
Auf unserer Themenseite finden Sie alle Ausgaben von „FR-üh dran - die Lage am Morgen“ in der Übersicht und noch mehr gute Gründe, warum „FR-üh dran“ zu Ihrem täglichen Morgenritual werden sollte.
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Was die politische Riege am Aschermittwoch veranstaltet, ist streng genommen ein großes Missverständnis. Erfunden hat den Tag das Christentum, um den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit bis Ostern zu markieren. Er soll der Buße und der Besinnung gewidmet werden. Söder aber nutzt das Ereignis dagegen für Verbalattacken. So weiß man zumindest, woran man ist bei den Christsozialen.
