Die EU sucht nach neuer Rolle: Vorsichtig positive Signale aus dem Zypern-Gipfel
Die EU sucht nach neuer Rolle: Vorsichtig positive Signale aus dem Zypern-Gipfel
Stand: 24.04.2026, 20:51 Uhr
Von: Andreas Schwarzkopf
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Der EU-Gipfel auf Zypern bringt kleine Fortschritte. Es gibt aber noch viel Arbeit zu meistern. Der Kommentar von Andreas Schwarzkopf.
Deutschland und die anderen EU-Staaten fällt es zwar nicht leicht, eine neue Rolle zu finden in Zeiten von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Autokraten Wladimir Putin. Doch beim EU-Gipfel auf Zypern senden sie positive Signale. So, als wollten sie sagen, wir haben verstanden, dass Europa vieles ändern muss, um die zahlreichen Herausforderungen zu meistern. Man muss wegen der kleinen Fortschritte nicht unbedingt euphorisch werden. Doch ist es eben mehr, als gar nicht zu reagieren oder lediglich stets bemüht zu sein.
EU-Gipfel in Zypern: Es kommen die richtigen Signale
Es ist aber auch viel Arbeit, die Interessen und Ansichten von 27 EU-Staaten unter einen Hut zu bringen. Gemessen daran ist es nicht gerade wenig, wenn vor allem Frankreich mit Deutschland für die gemeinsame verteidigungspolitische Sicherheit das totgesagte und milliardenschwere FCAS-Rüstungsprojekt doch noch hinbekommen wollen, um damit eine Blamage für den alten Kontinent abzuwenden.
Es ist beachtenswert, wenn sie mit Gästen aus dem Nahen Osten zumindest versuchen, dem durch Trump und seinen Bündnispartner Benjamin Netanjahu im Iran-Krieg angerichteten Schlamassel etwas entgegenzusetzen – und damit ihre Machtlosigkeit durch ein wenig Einfluss zu ersetzen. Ebenfalls bemerkenswert ist es, wenn sie trotz aller Probleme beharrlich daran arbeiten, mit der Ukraine einen Weg zu finden, deren EU-Mitgliedschaft den Weg zu ebnen.
EU-Gipfel in Zypern: Bündnis arbeitet an neuer Rolle in schwieriger Zeit
Der Regierungswechsel in Ungarn ermöglicht es zudem, die Brüsseler Hilfen in Milliardenhöhe endlich an Kiew zu überweisen. Dieser Erfolg wird auch nicht dadurch geschmälert, dass das überfallene Land noch weitere Unterstützung benötigt. Doch vorerst kann die Ukraine sich nun weiter gegen die russischen Angriffe wehren und das Überleben weiter organisieren.
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Man kann und muss all dies nicht als Durchbruch feiern. Doch ist das Glas eher halb voll als halb leer. Und der Weg ist frei, damit weiter strittige Punkte geklärt werden können. Man darf also vorsichtig optimistisch sein, dass die EU-Verantwortlichen die unterschiedlichen Aufgaben lösen werden.
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Vielleicht nicht so, wie es das Ideal vorschreibt. Im Fall der EU-Mitgliedschaft der Ukraine ist es womöglich zielführender, in einem Zwischenschritt eine besondere Beziehung zu manifestieren, statt eine Aufnahme vorzubereiten. Schließlich sind dafür die Hindernisse zahlreich und hoch. Leider lässt sich ein Misserfolg nicht ausschließen. Beim FCAS-Projekt ist es durchaus denkbar, dass der französische Präsident Emmanuel Macron an seinem eigenen Anspruch scheitert. Doch bis dahin sollte man ihm Zeit geben. Denn es könnte auch anders kommen.
