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Die Bundeswehr muss sich schneller wandeln

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22.04.2026

Die Bundeswehr muss sich schneller wandeln

Stand: 22.04.2026, 16:51 Uhr

Von: Andreas Schwarzkopf

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Verteidigungsminister Boris Pistorius will Europas stärkste Armee – doch es fehlt Personal und Vertrauen.

Will Verteidigungsminister Boris Pistorius die deutsche Streitmacht wirklich zur konventionell stärksten Armee Europas entwickeln, dann wird es nicht reichen, ehrgeizige Ziele in der ersten Militärstrategie der Bundeswehr zu formulieren. Er wird mit seinen Generälen nicht an fein ausgetüftelten und wohlklingenden Stufenplänen für den Aufwuchs der Streitkräfte gemessen werden, sondern daran, wie schnell es ihnen gelingt, für mehr Nachwuchs zu sorgen. Und hier ist die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch riesig - auch beim freiwilligen Wehrdienst.

Wer junge Männer und Frauen für die Uniform begeistern will, der sollte auf Kommunikationspannen verzichten, wie um die gesetzliche Genehmigungspflicht für längere Auslandsreisen. Er sollte sie auch angemessen in Kasernen unterbringen können und nicht Überbelegungen in beliebten Standorten ankündigen. Wenig hilfreich sind auch milliardenschwere Lachnummern wie bei der Umstellung auf den Digitalfunk oder die Probleme, eine einzige Brigade für Litauen aufzustellen. Ganz zu schweigen davon, dass einige Rüstungsprojekte zäh verlaufen und bei anderen sich so mancher fragt, ob das Geld gut investiert ist. Solche Details entscheiden über Wohl und Wehe des Mammutprojekts Umbau der Bundeswehr.

Und um nichts anderes geht es. Schließlich muss sich die Bundeswehr wegen der völkerrechtswidrigen russischen Vollinvasion in der Ukraine vor rund vier Jahren und der damit verbundenen Zeitenwende zum x-ten Mal in den vergangenen Jahrzehnten neu erfinden. Nun soll aus der Armee im Einsatz mit sehr viel Geld und Waffen eine Verteidigungsarmee werden, die mit den europäischen Verbündeten nicht nur Russland abschrecken soll, sondern auch immer mehr Fähigkeiten übernehmen, die die USA an die Europäer übertragen. Und das mit einer Bevölkerung, die nicht gerade von all dem begeistert ist.


© Frankfurter Rundschau