Auch wenn es knirscht: Europa muss die Ukraine weiter unterstützen
Auch wenn es knirscht: Europa muss die Ukraine weiter unterstützen
Stand: 17.04.2026, 09:58 Uhr
Von: Andreas Schwarzkopf
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Die Hilfe für die Ukraine bleibt holprig. Doch die europäischen Verbündeten dürfen jetzt nicht nachlassen und werden es auch nicht.
Um die Hilfen der europäischen Verbündeten für die Ukraine steht es besser, als jene glauben machen, die berechtigte Sorgen vortragen. Das liegt daran, dass Deutschland und die anderen EU-Staaten sowie Großbritannien immer nur kleine Fortschritte machen, dass über jedes Hilfspaket diskutiert und manches infrage gestellt wird.
Das zeigen auch die beiden Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe und der militärischen Unterstützer des von Russland überfallenen Landes. Wenn Verteidigungsminister Boris Pistorius dabei zum wiederholten Mal seine Mitstreitenden vor einer nachlassenden Unterstützung Kiews warnt, ergibt dies mit der berechtigten Klage des ukrainischen Regierungschefs Wolodymyr Selenskyj über Engpässe kein zufriedenstellendes Bild.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dies seit Beginn der „Zeitenwende“ nicht anders war. Schließlich war niemand auf die völkerrechtswidrige russische Vollinvasion der Ukraine vorbereitet. Nicht viele haben vor gut vier Jahren für möglich gehalten, dass die ukrainische Armee dem Angriff standhalten kann und dass die Bündnispartner Kiew mit allem versorgen, was gebraucht wird, um im Kampf gegen die Armee des russischen Autokraten Wladimir Putin nicht unterzugehen.
Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass es weiter holprig bleiben wird und Unsicherheiten nicht verschwinden. Doch trotz aller Misstöne hat die Trump-Administration die Ukraine nicht fallengelassen und versorgt das Land weiter – etwa mit wichtigen Geheimdienstinformationen und Waffen, für die freilich die Europäer zahlen müssen. Bald dürfte zudem die EU dank des Regierungswechsels in Ungarn die blockierten finanziellen Mittel für Kiew freigeben.
Und nicht wenige hoffen, Putin werde den Krieg wegen der vielen toten und verletzten Soldaten sowie der hohen Kosten nicht mehr lange durchhalten können. Allerdings gibt es keine Anzeichen, dass Putin einlenkt. So lange werden die europäischen Verbündeten der Ukraine den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen müssen. Sie werden Kiew weiter finanziell und mit Waffen beistehen und zugleich die eigenen militärischen Fähigkeiten ausbauen müssen – auch weil die Trump-Regierung die Europäer dazu drängt und als Partner nicht mehr zuverlässig zu sein scheint.
Bei der Hilfe für die Ukraine knirscht es zwischen Deutschland und Frankreich
So wird Deutschland weiter den ungeliebten freiwilligen Wehrdienst organisieren, mehr eigene Waffen produzieren und beispielsweise die Raketenabwehr mit dem israelischen System Arrow 3 weiter ausbauen. Es wird weiter knirschen zwischen Deutschland und Frankreich beim geplanten FCAS-Kampfsystem.
Außerdem werden Berlin, London, Paris und Warschau weiter zusammenkommen. Sie werden Schritte etwa für die gemeinsame Verteidigungspolitik besprechen und damit auch den Nato-Gipfel im Sommer vorbereiten, während dem die Zusammenarbeit der Europäer mit den USA im Mittelpunkt stehen wird. Deutschland und die anderen europäischen Nato-Staaten sind gut vorbereitet für ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump. Schließlich haben sie dem 3,5-Prozent-Ziel zugestimmt und geben deutlich mehr für die eigene Verteidigung aus.
Auch bei anderen Konflikten ist alles Nötige bereits gesagt. Der Standpunkt der Europäer beim Streit um Grönland ist genauso bekannt wie bei der Nichtbeteiligung am Krieg der USA und Israel gegen den Iran. Und die Staaten des alten Kontinents werden sich nach diesem militärischen Konflikt an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligen.
