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Auf der falschen Spur

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16.12.2025

Europa könnte globales Vorbild werden, was die Emissionssenkung im Autoverkehr angeht. Dafür müssen Politik und Bürokraten nun die richtigen Schlüsse ziehen. Gesinnungsethik hilft dem Klima nicht weiter.

Tatsächlich sind es bedrohliche Szenarien, die in der Klimapolitik unter dem Stichwort Kipppunkte präsentiert werden. Eigentlich sollte es solche sich selbst verstärkende Entwicklungen auch im positiven Sinne geben. Davon ist aber rund um das Thema Auto bisher wenig zu spüren, obwohl technische Fortschritte viele Chancen bieten.

Positive Kipppunkte würden bedeuten, dass sich von einem bestimmten Punkt an eine klimafreundliche Entwicklung immer mehr verstärkt und dass dieser zusätzliche Schub die Kurve der CO2-Emissionen des Autoverkehrs immer schneller fallen ließe.

Womöglich dachten dies auch Autoren der Zukunftsstrategie für Autos in der europäischen Politik, scheinen sie doch an einen solchen Kipppunkt gedacht zu haben: Der Elek­tro­antrieb ist hinsichtlich des Energieverbrauchs viel effizienter. Also sollten Elektroautos zum neuen „Must-have“-Produkt werden, das viele Autofahrer gerne kaufen und dem sich am Ende auch eingefleischte Diesel-Fahrer nicht mehr widersetzen würden.

Die Wortschöpfung „Hochlauf“ der Elektromobilität spiegelt diese Vorstellung wider. Tatsächlich würde die Substitution von Verbrennungsmotoren durch Elek­tro­antrieb – in Verbindung mit erneuerbaren Energien zum Laden – die Kurve der CO2-Emissionen immer schneller fallen lassen.

Leider wurde bei der Einführung des Elek­tro­autos........

© Frankfurter Allgemeine