Die teure Reiselust
Urlaub in Krisenzeiten : Die teure Reiselust
Der Nahostkonflikt mit Rückholaktionen und Spekulationen über leere Flugzeugtanks hat Urlauber verunsichert. Das Hauptproblem der Reisebranche ist aber, dass ihre Preise die Kunden an Grenzen bringen.
Im Februar sah der kommende Sommer noch gut aus, es gab sehr viele Frühbucher. Dann kam der Irankrieg. Zunächst verunsicherten Schilderungen über in den Emiraten festsitzende Urlauber die sonst so reisefreudigen Deutschen. Danach kamen die Fragen, ob für den eigenen Urlaubsflug noch Kerosin da ist oder ob die Reise insgesamt zu teuer wird. All das löste eine Buchungsflaute aus, die – trotz einer wieder steigenden Nachfrage – nicht vorüber ist.
Der Hauptgrund dafür sind nicht Bilder von Rauchwolken über Dubai im März. Dorthin wollen ohnehin gerade die wenigsten. Es sind auch nicht leere Flugzeugtanks. Kerosin wird knapper und deshalb teurer, es geht aber nicht komplett aus. Wenn Airlines streichen, dann die ineffizientesten Strecken, die Ferienflüge zählen nicht dazu. Der Nahostkonflikt ist für die Reisebranche eine Aufgabe. Schwerwiegender ist aber, dass sie ein Preisproblem hat: Für ihre Kunden ist Urlaub zunehmend mit Rechnen verbunden, wie viel Erholung sie sich noch leisten........
