Flucht aus der Grauzone

Auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel trifft sich die politische Schickeria, dagegen ist nichts einzuwenden. Verheerend ist nur der Eindruck, man könne sich Zugänge zu Politikern kaufen.

Die Liste mit prominenten „Speakern“ ist inzwischen von der Homepage des Ludwig-Erhard-Gipfels verschwunden. Einige Bundes- und Landesminister haben abgesagt oder behaupten, nie zugesagt zu haben. Dafür, dass die Konferenz am Tegernsee 2025 noch als „Place to be“ gefeiert wurde – die nun ebenfalls verhinderte Ka­therina Reiche stellte sogar einen Zusammenhang her zwischen ihrer regelmäßigen Teilnahme und ihrer Berufung zur Wirtschaftsministerin –, ist das jetzt ein erstaunlich liebloser Umgang mit dem angeblichen „deutschen Davos“. Um so mehr, als es einen Kabinettskollegen trifft: Wolfram Weimer, den Kulturstaatsminister.

Der hat elf Jahre lang mit seiner Frau den Gipfel organisiert. Als er von Friedrich Merz, der eng mit ihm und dem Tegernsee verbunden ist, ins Amt berufen wurde, zog er sich aus........

© Frankfurter Allgemeine