Die unersetzliche Insel |
Abhängigkeit von Taiwan : Die unersetzliche Insel
Mit Milliardensubventionen wollte Deutschland sich unabhängiger von der Chipversorgung aus Taiwan machen. Spätestens die Künstliche Intelligenz macht diesen Plan obsolet.
Wenn der Nvidia-Chef Jensen Huang in Taiwan auftritt, kokettiert er gern mit seiner Herkunft von der Insel. In seine Reden streut er taiwanische Redewendungen ein und schwärmt von den typischen Nachtmärkten mit ihren Oktopus-Grillständen. Als er in dieser Woche in der voll besetzten Konzerthalle in Taipeh auftrat, warf er ein Bild der Insel an die Wand, umgeben von den Logos von Hunderten Partnerunternehmen, zeigte auf eines und sagte: Das ist mein Liebling. Es war der Name eines Teigtaschenrestaurants in der Hauptstadt.
Weit wichtiger für den Konzern, der sich zum Platzhirsch der KI-Revolution und mit einem Börsenwert von mehr als fünf Billionen Dollar zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgespielt hat, sind freilich die übrigen Partner. Das fängt an bei dem Auftragsfertiger TSMC, der fast alle der leistungsstärksten Chips in der Welt produziert, und hört bei Mediatek längst nicht auf. Das Unternehmen hat gemeinsam mit Nvidia und dem britischen Chipdesigner Arm die KI-Prozessoren entwickelt, die vom Herbst an das Betriebssystem Windows von Microsoft „revolutionieren“ sollen. „Wir wären nirgendwo ohne Taiwan“, gab René Haas, der Vorstandschef von Arm, unumwunden zu, als er in........