Europas Chance im Kampf um Rohstoffe

Lars Klingbeil reist nach Washington: Die G-7-Finanzminister verhandeln dort über Preisgarantien als Schutz vor chinesischer Marktmanipulation. Mutiges Handeln ist gefragt.

Wenn die Vereinigten Staaten zu einem Treffen der G-7-Finanzminister einladen, wäre dies früher unter „Business as usual“ verbucht worden. Doch in Zeiten, in denen die Regierung von Präsident Donald Trump etablierte Kooperationskanäle kappt und militärische wie poli­ti­sche Interessen in brachialen Allein­gängen durchsetzt, lässt der Besuch von Lars Klingbeil (SPD) und seinen Amtskollegen in Washington an diesem Montag aufhorchen. Den Amerikanern geht es um eine der geostrategisch wichtigsten Fragen dieser Zeit: Wie lässt sich die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen aus China be­enden?

Das Reich der Mitte hat über Jahrzehnte eine Dominanz erlangt, mit der es die Versorgung mit Seltenen Erden und Technologiemetallen als geopo­litische Waffe einsetzen kann. Ob Au­tos, Maschinen und Anlagen aus Eu­ro­pa oder Halbleiter und KI-Infrastruktur aus den USA – gegen Pekings Willen geht wenig. Die Rüstungsindustrie ist in besonders hohem Maß abhängig.

Die Vereinigten Staaten haben das Thema längst........

© Frankfurter Allgemeine