Zerrissene Spiele in Italien
Olympia an diversen Orten : Zerrissene Spiele in Italien
Cortina, Mailand, Bormio oder Antholz: Die olympischen Wettkämpfe sind durch halb Norditalien verstreut. Die Athleten klagen darüber – zurecht. Denn so geht verloren, was die Olympischen Spiele ausmacht.
Wenn man die Skirennläufer in Bormio fragt, ob sie es schon zu anderen Wettkämpfen geschafft haben, ist die Antwort meist: „Nein.“ Kein Eiskunstlauf in Mailand? Oder wenigstens ein Snowboard-Wettbewerb in Livigno? Weder noch. Immer hört man das gleiche, ob man Marco Odermatt fragt oder Franjo von Allmen: Die Stimmung fühle sich an wie bei einem Weltcup, ein Olympia-Flair komme nicht auf.
Die deutschen Skirennläufer sehen es ähnlich. Anton Grammel sprach sogar davon, dass es nicht einmal einer der bestorganisierten Weltcups sei. Ein kritischer Wink ans Internationale Olympische Komitee (IOC). Das Urteil vom Cheftrainer der Männer, Christian Schwaiger, fiel noch härter aus. Er sagte: Olympia ist ein Stück verloren gegangen.
Es gibt kein Olympisches Dorf in Bormio
Woher kommt diese Lakonie der Skifahrer? Zuerst muss man erklären: In Bormio sind die einzelnen Nationen auf verschiedene Hotels in der Stadt aufgeteilt. Es gibt kein olympisches........
