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Wenn diese zwei sich streiten, freut sich Putin

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09.07.2026

Geschichtsstreit : Wenn diese zwei sich streiten, freut sich Putin

Warschau und Kiew sind aufeinander angewiesen, zanken sich nun aber über ihre schwierige Vergangenheit. Den Schaden hat ganz Europa.

Wer der Politik Polens folgt, gewinnt den Eindruck, dass die Ukraine heute der Hauptfeind Warschaus sei. Nahezu täglich erheben die nationalkonservative PiS und rechtsradikale Parteien Forderungen, Kiew bestimmte Waffen nicht mehr zu liefern, ukrainischen Flüchtlingen in Polen Sozialleistungen zu streichen oder den Beitritt des Landes zur Europäischen Union zu blockieren.Gebündelt werden diese Rufe im polnischen Präsidialamt, wo Karol Nawrocki als Staatsoberhaupt antiukrainische Stimmungen gezielt verstärkt. Die Regierung von Donald Tusk widerspricht dem zwar, doch auch sie strich hilfsbedürftigen Ukrainern Geld, auch aus ihren Reihen gibt es Zweifel am EU-Beitritt Kiews und Zurückhaltung bei weiteren Finanzhilfen.

Dabei war Polen nicht erst seit dem russischen Überfall 2022 einer der vehementesten Unterstützer der Ukraine und zu Recht auch stolz darauf. Wie konnte es so weit kommen?

Die Ursache liegt vor allem in der polnischen Innenpolitik. Die liberalkonservative Regierung und der nationalkonservative Präsident stehen sich in einer Abneigung gegenüber, die das Land an den Rand der Unregierbarkeit geführt hat. 2027 wählt Polen regulär ein neues........

© Frankfurter Allgemeine