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Was wir verteidigen

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monday

Merz und der Krieg : Was wir verteidigen

Ist die fehlende Klarheit der Lage der Grund für mehr präventive Kriegsdienstverweigerung? Es geht freilich nicht um Abenteuer, sondern um unser Land.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat – vor Schülern im heimischen Sauerland – noch einmal überdeutlich gemacht, warum er sich den Krieg der USA gegen Iran nicht zu eigen machen kann: Die Amerikaner seien „ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen“, während die Iraner nun „sehr geschickt nicht verhandeln“. Der Kanzler fügte offenherzig hinzu: „Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung.“

Ziemlich „vertrackt“ in der Tat, da auch uns dieser Krieg „sehr viel Geld“ koste. So ist die Lage, auch wenn sie nicht unbedingt so offen ausgesprochen werden muss, wie es jetzt der Kanzler getan hat.

Deutschland ist bereit zu helfen: mit Minensuchbooten, wenn es sein muss, damit das Öl wieder fließen kann. Aber natürlich erst, wenn die Kampfhandlungen beendet sind. Ist diese fehlende Klarheit, die dem neuen deutschen Wesen innezuwohnen scheint, Grund für die anscheinend zunehmende Zahl von Kriegsdienstverweigerern?

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Wobei: Es gibt ja noch nicht einmal eine Wehrpflicht. Der gute Deutsche verweigert offenbar präventiv: Er will noch nicht einmal gemustert, geschweige denn eingezogen werden, geschweige denn dienen, schon gar nicht mit der Waffe in der Hand. Dabei gibt es eine recht klare Bedrohungslage. Für Abenteuer muss Deutschland nicht zur Verfügung stehen. Gedient wird einem freien, lebenswerten Land.

Reinhard MüllerVerantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. PRO Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. PRO Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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