Grüner Hass, guter Hass? |
Keiner geht so lautstark gegen Hass im Netz vor wie die Grünen. Kommt der Hass aber aus den eigenen Reihen, gibt es bei ihnen keinen Grund zur Aufregung.
Wenn es eine Partei in Deutschland gibt, die sich in der Vergangenheit lautstark gegen Hass und Hetze im Netz eingesetzt hat, dann sind es die Grünen. Immer wieder war aus ihren Reihen zu hören: Der Hass in den sozialen Medien ist eine Bedrohung für die Demokratie. Tatsächlich breitet dieser Hass sich seit Jahren aus wie die Ranken in der Schattenwelt von Stranger Things. Beschimpfungen übelster Art gehören nicht nur im Netz zum Alltag. Längst haben Worte auch zu Taten geführt.
Renate Künast beschrieb schon 2017 in ihrem Buch „Hass ist keine Meinung – Was die Wut in unserem Land anrichtet“, wie der Hass im Netz zu ihr kroch, erst mit vereinzelten Kommentaren, dann in einem Ausmaß, das man bis dahin nicht gekannt habe: „Sie ergehen sich in Gewaltfantasien, verletzen, erniedrigen, beleidigen.“ Künast wurde unter anderem als „Drecksfotze“ und „Stück Scheiße“ beschimpft. Obwohl das eindeutig nur Hass und keine Meinung ist, musste Künast eine jahrelange juristische Auseinandersetzung auf sich nehmen, um dagegen vorzugehen.
Angesichts dieses langen Kampfes der Grünen gegen den um sich greifenden Hass ist es umso erstaunlicher, dass ausgerechnet die Grüne Jugend genau mit solchem Hass für Schlagzeilen sorgt, und das zum wiederholten Mal: Nach Jette Nietzard („All........