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Berlin hält zusammen, wenn’s brenzlig wird

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09.01.2026

In Berlin wird viel gemeckert und sich selbst verwirklicht. Aber wenn es ernst wird, packen die Leute an. Manche allerdings mit Tennispause.

Dass Berlins Regierender Bürgermeister zurücktritt, der lieber Tennis spielt, als nachzusehen, wie es Zehntausenden in eisiger Kälte ohne Strom geht, ist unwahrscheinlich. Weil Kai Wegner über seine Freizeitepisode zudem die Unwahrheit gesagt hat, empört er viele Berliner und alle Berliner Parteien, außer der Hauptstadt-CDU.

Schon kurz nach dem politisch motivierten Anschlag auf das Stromnetz war der Eindruck entstanden, Wegner sei nicht präsent – weder am Tatort noch in den abgedunkelten Wohnvierteln in Wannsee oder Lichterfelde.

Auf Nachfragen zu seinem Tagesablauf am ersten Krisentag antwortete Wegner genervt: „Ich war zu Hause, habe mich in meinem Büro zu Hause eingeschlossen im wahrsten Sinne und habe dann koordiniert.“ Er sei „den ganzen Tag am Telefon“ gewesen. Wegner hatte immerhin seit acht Uhr gearbeitet. Und in........

© Frankfurter Allgemeine