Klingbeil wird das Geld nicht los |
Nächstes Jahr wird es ernst mit Deutschlands großem Schuldenprogramm. Doch wahrscheinlich ist es besser, wenn der Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sich ein bisschen zurückhält.
Kurz nach seinem Amtsantritt im Frühling klang Finanzminister Lars Klingbeil noch ziemlich optimistisch. „Schon 2025 werden wir die Investitionen auf 110 Milliarden Euro erhöhen“, sagte er der F.A.S. damals im Interview. „Mein Anspruch ist, dass die Bagger schnell rollen.“ Da hatte Klingbeil gerade einen historischen Beschluss im Rücken: 500 Milliarden Euro an Schulden soll der Finanzminister in den kommenden Jahren aufnehmen, um sie zu investieren, und noch viele Milliarden mehr für die Verteidigung.
Am Jahresende hat Klingbeil seinen Anspruch klar verfehlt. Bis November hatte der Bund nicht 110 Milliarden Euro investiert, sondern nur 43 Milliarden – gerade mal eine Milliarde Euro mehr als im vergangenen Jahr. Selbst dieses Plus steht vor allem auf dem Papier, denn es ergibt sich aus Zahlungen an die Bahn, wo das Geld auch nicht sofort verbaut worden ist.
Wie sich das Drama im nächsten Jahr fortsetzt, das hat die