Knipps Hennes
Ein Kölner Volksheld : Knipps Hennes
Ein Dichter und Komponist wie Hans Knipp hat eine Statue im Museum verdient. Aber in Köln machen die städtischen Museen der Reihe nach zu. Knipps Verehrer treten deshalb auf den Spielplätzen in Aktion.
Die Spielplätze in Köln heißen weiter Spielplätze und sind nicht in Aktionsflächen umbenannt worden, wie es ein übereifriger Unterbürgermeister – dä Mann es topp, ävver beklopp – angeordnet hatte. Hier wird die Stadt nicht neu erfunden, hier ist sie seit jeher in den Sand gesetzt. Hier darf man sich dreckig machen und muss nicht auf die Straßenreinigung warten – warum hat der Mensch Calgon? Man muss nichts tun, wenn man nicht lustig ist, und eben deshalb tritt just hier der Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums in Aktion, um ein Andenken an Hans Knipp zu stiften, den 2011 verstorbenen Liederdichter, der am 10. Mai achtzig Jahre alt geworden wäre.
Gesammelt werden Spenden für Spielplatzgeräte, hand- und wetterfeste Volkspoesieautomaten mit Phantasienamen wie „Stammbaum zum Klettern“ und „Sandkastenschiff vom Feschers Köbes“. Dieser Köbes ist kein Kellner, sondern der Held einer Geschichtsballade, die Knipp 1979 für die Bläck Fööss schrieb, der Anführer des Aufstands gegen Erzbischof Anno im Jahr 1074, Sohn eines vom Erzbischof enteigneten Rheinschiffers, mit Rheinwasser – joot! –........
