Wer braucht schon Objektivität?
Romane werden schon lange damit beworben, dass sie besonders persönlich seien. Nun ereilt der Trend auch den Sachbuchmarkt: Wo Objektivität herrschen sollte, drängt sich das Autoren-Ich ins Licht. Was soll das?
Schon seit einiger Zeit hat sich bei Literaturverlagen die Unsitte eingeschlichen, Romane ihrer Autoren mit der Formulierung anzupreisen, es handele sich um „sein“ oder „ihr persönlichstes Buch“. Weil die Verlagsleute offenbar der Kraft ihres eigenen Produkts, der Fiktion, misstrauen, rücken sie den Produzenten ins Licht: Die Persönlichkeit des Verfassers soll für die Qualität des Buches bürgen.
Autofiktion hat man diese Verkaufsstrategie vornehm getauft. Immerhin – so ließe sich zu ihrer Verteidigung sagen – ist die Biographie in der Literatur kein völliger Fremdling, sofern es um die künstlerische Verarbeitung persönlicher........





















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