In Trumps Welt hilft kein Wunschdenken |
Das neue Jahr wird mindestens so anspruchsvoll wie 2025. Donald Trump dürfte bei seiner Russland-Politik bleiben – was noch zu einem großen Dissens mit Europa führen könnte.
Er will den Außenhandel zugunsten seines Landes neu ordnen, aber das Welthandelssystem ist ihm egal. Er bleibt bei der alten US-Politik militärischer Stärke, aber er sichert Verbündeten keinen bedingungslosen Beistand mehr zu. Multilaterale Institutionen ignoriert er, selbst wenn Amerika Mitglied ist.
Aus amerikanischer Sicht ist das alles nicht ganz so unbegründet, wie es vielen in Deutschland vorkommt, und es hat sich vor allem lange angebahnt. Das amerikanische Außenhandelsdefizit und die damit einhergehende Verschuldung sind real. Militärisch sind die Vereinigten Staaten seit Langem überdehnt. Und von den Vereinten Nationen haben sich auch Trumps Vorgänger nicht beschränken lassen, wenn es hart auf hart kam.
Aber es vollzieht sich hier schon ein grundlegender Wandel: Trump sieht in internationaler Zusammenarbeit keinen Wert an sich; er sucht in erster Linie nach Amerikas Vorteil, auch nach seinem eigenen.
Auf der anderen Seite will er doch wieder Ordnungsaufgaben erfüllen, so wie man das von vielen seiner Vorgänger gewohnt ist. Die Schauplätze........