Wer soll diese SPD noch attraktiv finden?

Volkspartei in der Krise : Wer soll diese SPD noch attraktiv finden?

Die Sozialdemokraten quälen sich und andere mit der eigenen Politik. Die Partei braucht populäre Persönlichkeiten, um erfolgreich zu sein. Bärbel Bas und Lars Klingbeil haben mit eigenen Problemen zu kämpfen.

Die SPD ist längst in einer so miserablen Lage, dass sie nur noch die Kraft hat für die Phrasen des Betrauerns der eigenen schlechten Wahlergebnisse – für die Phrasen des Aufbruchs und des Verstandenhabens reicht es schon nicht mehr. Nur so lässt sich die trotzige Reaktion der SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas nach dem Wahlabend in Baden-Württemberg erklären. Auf die Frage, ob die SPD nicht zur treibenden Reformkraft werden müsse, antwortete sie sinngemäß, niemand sei so reformbereit wie die Sozialdemokratie. Haben es die Bürger also nur nicht mitbekommen?

Es ist wohl eher so: Die SPD betreibt im Grunde seit Jahren Politik gegen die eigene Klientel und auch gegen sich selbst. Beides wurde rund um die Wahl in Baden-Württemberg offensichtlich. In dem von Industriearbeitsplätzen geprägten Land wählten nur noch vier Prozent der Arbeiter die Arbeiterpartei SPD. Sie haben eine neue Heimat bei der AfD gefunden. Welche Schmach muss das für jeden Sozialdemokraten eigentlich sein.

Wohlfühlpolitik für den Funktionärskörper

Doch daraus ziehen die im Bund Regierenden nicht etwa den Schluss, die von der eigenen Klientel und der Union eingeforderten Reformen zur Entlastung der arbeitenden Mitte........

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