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Der Klimawahlkampf fällt aus

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03.08.2026

Frankreich Brennt : Der Klimawahlkampf fällt aus

Der Staat ist mit den Bränden an der Atlantikküste überfordert. Bürger springen ein. Für die Präsidentenwahlen heißt das: Es geht auch ohne Politik.

Der verheerende Brand in den Kiefernwäldern westlich von Bordeaux hat Frankreich nicht nur aufgeschreckt. In den vergangenen Tagen erlebt das Land eine Art umgekehrte Gelbwestenbewegung. Statt wie seinerzeit nichts tuend an Verkehrskreiseln gegen die Umweltauflagen der Regierung zu protestieren, schritten Bürger zur Rettung ihrer Umwelt zur Tat. Der Spruch der Gelbwesten, das Geld am Monatsende sei ihnen wichtiger als das Ende der Welt, gilt plötzlich nicht mehr.

Die Klimakrise mobilisiert die Leute. Ihre Heimat wollen sie nicht tatenlos im Flammeninferno untergehen sehen. Sie beluden Geländewagen, Traktoren oder ihren alten Kombi mit Wassertanks und unterstützten die Feuerwehrleute beim Löscheinsatz. Privatleute, darunter viele Bauern, zogen mit Motorsägen und Gerätschaften in den Wald, um Brandschneisen zu schlagen. Freiwillige versorgten spontan Einsatzkräfte und Geflüchtete, bekochten sie und organisierten Feldbetten. Verlassene Haustiere wie auch Wildtiere wurden gefüttert. Es war, als hätten sich die Leute in der historischen Gascogne auf die Devise der „Drei Musketiere“ besonnen: Einer für alle, alle für einen.

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